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Chrome-Lesezeichen exportieren: Schritt für Schritt

Serena Snate
7 Min. Lesezeit
Illustration einer Lesezeichenliste im Browser, die über zwei Pfeile in eine exportierte HTML-Datei mit Download-Symbol fließt

Chrome-Lesezeichen zu exportieren dauert etwa fünfzehn Sekunden. Die meisten exportieren, weil sie auf einen neuen Rechner umziehen, den Browser wechseln oder sich endlich eingestehen, dass zehn Jahre gesammelte Links unbenutzbar geworden sind. Dieser Leitfaden zeigt den Export selbst, wo Chrome die Datei ablegt, was wirklich darin steht und wie du sie sinnvoll weiterverwendest, ohne jeden toten Link mitzunehmen.

Chrome-Lesezeichen mit vier Klicks exportieren

Das ist unter Windows, macOS, Linux und ChromeOS identisch. Du brauchst Chrome am Desktop. Für das Handy siehe den Abschnitt weiter unten.

  1. Lesezeichen-Manager öffnen. Drücke Strg + Umschalt + O unter Windows und Linux oder Cmd + Wahltaste + B unter macOS. Ohne Tastenkürzel: Drei-Punkte-Menü oben rechts → Lesezeichen und ListenLesezeichen-Manager.
  2. Das Menü des Managers öffnen. Klicke oben rechts auf der Manager-Seite auf die drei Punkte. Diesen Schritt übersehen fast alle: Es ist ein zweites Drei-Punkte-Menü unterhalb des Chrome-Menüs, und im anderen steht der Export nicht.
  3. «Lesezeichen exportieren» wählen.
  4. Speicherort wählen und speichern. Chrome schlägt den Dateinamen bookmarks_JJJJ_MM_TT.html vor.

In Chrome ändert sich beim Export nichts. Ein Export ist eine Kopie, du kannst ihn beliebig oft machen.

Wo Chrome die Datei abgelegt hat

Chrome schreibt dorthin, wohin der Speichern-Dialog zeigte, und schlägt deinen Downloads-Ordner vor:

  • Windows: C:\Users\<dein Name>\Downloads
  • macOS: ~/Downloads (Finder → Gehe zu → Downloads)
  • Linux: ~/Downloads
  • ChromeOS: der Ordner Downloads in der Dateien-App

Wenn du den Dialog weggeklickt hast: Downloads öffnen und nach Datum sortieren. Der Dateiname beginnt mit bookmarks_. Das ist eine einmalige Momentaufnahme: Was du morgen speicherst, steht nicht darin.

Was wirklich in der Datei steht

Die Datei ist eine Netscape-Lesezeichendatei, ein Format von 1994, das jeder Browser bis heute liest, und dieses Format entscheidet, was den Umzug übersteht. Öffne sie in einem Texteditor und du siehst verschachtelte <DL>- und <DT>-Tags, ein <A> pro Lesezeichen, deine Ordner als Überschriften und bei jedem Eintrag einen ADD_DATE-Zeitstempel.

Was mitkommt und was nicht:

  • Bleibt: jede URL, ihr Titel, die komplette Ordnerstruktur und das Speicherdatum.
  • Bleibt und bläht die Datei auf: bei den meisten Links ein Base64-Favicon. Deshalb werden aus ein paar tausend Lesezeichen schnell mehrere Megabyte.
  • Geht verloren: Tags, Notizen und alles, was du in einer Erweiterung statt in Chrome selbst angelegt hast. Chrome kennt sie nicht, also hat das Format keinen Platz dafür.
  • Wird nicht geprüft: ob die Links überhaupt noch funktionieren. Der Export kopiert nur, was Chrome gespeichert hat; keine einzige URL wird aufgerufen.

Eine über Jahre gewachsene Lesezeichenliste steckt typischerweise voller toter Domains, Dubletten vom zweimaligen Speichern desselben Artikels und Links auf Dienste, die es nicht mehr gibt.

Öffne die Datei und sieh nach, was du wirklich hast

Du kannst die Datei doppelklicken, dann zeigt Chrome eine nackte Linkliste. Lesbar ist das, aber ab ein paar hundert Einträgen hast du keine Struktur und keine Suche.

Besser, bevor du irgendwo importierst: Öffne sie in unserem kostenlosen Lesezeichen-Datei-Viewer. Zieh die eben exportierte Datei hinein und du siehst die Ordnerstruktur, exakte Dubletten und Beinahe-Dubletten, Links auf eingestellte Dienste, unsichere HTTP-Links, deine häufigsten Domains und leere Ordner. Von dort kannst du eine bereinigte bookmarks.html, CSV oder JSON exportieren. Alles läuft im Browser: Die Datei wird nirgendwohin hochgeladen.

Du hast die Datei schon. Sieh nach, was drinsteht

Zieh deine frische bookmarks_JJJJ_MM_TT.html in den Viewer. Kein Upload, kein Konto, nichts verlässt deinen Browser.

Kostenlosen Lesezeichen-Viewer öffnen

Die Datei woanders importieren

Alle großen Browser lesen dasselbe Format, ein Export reicht also für alle.

  • Chrome auf einem anderen Rechner: Lesezeichen-Manager → Drei-Punkte-Menü → Lesezeichen importieren.
  • Firefox: LesezeichenLesezeichen verwaltenImportieren und SichernLesezeichen von HTML importieren.
  • Microsoft Edge: Einstellungen → Browserdaten importierenAus Datei importieren.
  • Safari: AblageImportieren vonLesezeichen-HTML-Datei.
  • Ein Bookmark-Manager: die meisten nehmen dieselbe Datei. Linkflare importiert sie direkt, übernimmt deine Ordner als Sammlungen und liest die ADD_DATE-Zeitstempel, damit nicht alles auf heute datiert ist.

Ein Import ergänzt, er ersetzt nicht. Importierst du dieselbe Datei zweimal, hast du alles doppelt, meist in einem Ordner mit dem Importdatum. So wird eine Lesezeichenliste unbenutzbar. Prüfe die Datei, bevor du sie importierst.

Umzug auf einen neuen Computer

Wenn auf beiden Rechnern Chrome mit demselben Google-Konto läuft, brauchst du gar keine Datei: Am neuen Gerät anmelden, Synchronisierung einschalten, und die Lesezeichen kommen von selbst und bleiben von da an aktuell.

Exportiere stattdessen als HTML, wenn Sync nicht hilft: ein anderer Browser am Ziel, ein Arbeitskonto, das du bald verlierst, ein Gerät, das du zurückgibst, oder ein echtes Backup, das in einem Ordner liegen soll statt in fremder Cloud.

Export aus Chrome unter Android oder iPhone

Geht nicht. Die mobilen Chrome-Apps haben keinen Lesezeichen-Manager und keine Exportfunktion, und keine seriöse App kann das nachrüsten, denn die Daten liegen in Chromes eigenem Speicher. Der Weg drumherum ist die Synchronisierung: an einem Desktop mit demselben Google-Konto in Chrome anmelden, warten, bis die Lesezeichen da sind, und dort exportieren. Ohne eigenen Rechner: an einem geliehenen Computer anmelden, exportieren, wieder abmelden.

Häufige Fragen

Wo speichert Chrome die exportierte Lesezeichen-Datei?

Dort, wohin du im Speichern-Dialog zeigst. Chrome schlägt deinen Downloads-Ordner und den Namen bookmarks_JJJJ_MM_TT.html vor, also C:\Users\\Downloads unter Windows, ~/Downloads unter macOS und Linux. Wenn du den Dialog weggeklickt hast: Downloads öffnen und nach Datum sortieren.

Kann ich Chrome-Lesezeichen unter Android oder iPhone exportieren?

Nein. Chrome für Android und iOS hat keine Exportfunktion, denn den Lesezeichen-Manager gibt es nur am Desktop. Melde dich an einem Computer mit demselben Google-Konto an, lass die Lesezeichen synchronisieren und exportiere dort.

Was steht eigentlich in der exportierten HTML-Datei?

Eine schlichte Netscape-Lesezeichendatei: verschachtelte DL- und DT-Tags, ein A-Tag pro Lesezeichen, deine Ordnerstruktur als Überschriften, ein ADD_DATE-Zeitstempel bei jedem Eintrag und meist ein Base64-Favicon pro Link. Jeder Texteditor und jeder Browser kann sie öffnen.

Wie importiere ich die Datei in einen anderen Browser?

Alle großen Browser lesen dasselbe Format. Firefox: Lesezeichen verwalten, Importieren und Sichern, Lesezeichen von HTML importieren. Edge: Einstellungen, Browserdaten importieren, Aus Datei importieren. Safari: Ablage, Importieren von, Lesezeichen-HTML-Datei. Chrome: Lesezeichen-Manager, Drei-Punkte-Menü, Lesezeichen importieren.

Wie übertrage ich meine Lesezeichen auf einen anderen Computer?

Zwei Wege. Melde dich auf beiden Rechnern mit demselben Google-Konto in Chrome an und aktiviere die Synchronisierung. Die läuft laufend und braucht keine Datei. Oder exportiere als HTML, kopiere die Datei und importiere sie. Das ist der bessere Weg, wenn am anderen Ende ein anderer Browser oder ein anderes Konto läuft.

Verändert der Export meine Lesezeichen in Chrome?

Nein. Ein Export ist eine Kopie. In Chrome wird nichts verschoben, gelöscht oder geändert, und du kannst beliebig oft exportieren. Vor einer Neuinstallation oder einer Laptop-Rückgabe ist das eine sinnvolle Gewohnheit.

Kann ich nur einen einzelnen Ordner exportieren?

Chrome exportiert alles oder nichts, einen Ordner-Export gibt es nicht. Exportiere die ganze Datei, öffne sie in einem Viewer und filtere auf den gewünschten Ordner, bevor du woanders importierst.

Nach dem Export

Die Datei, die du eben exportiert hast, ist ein Verzeichnis von allem, worauf du je zurückkommen wolltest. Wenn daraus etwas werden soll, das du tatsächlich benutzt, durchsuchbar, ohne Dubletten, auf jedem Gerät lesbar und ohne tote Links, dann macht Linkflare genau das daraus. Dieselbe Datei hineinziehen: Ordner werden zu Sammlungen, die Daten bleiben erhalten, und alles wird per Volltext durchsuchbar, statt dass du dich an den richtigen Ordner erinnern musst.

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